Was ist Arthrose und wie entsteht sie?

Gelenke sind Verbindungen zwischen zwei oder mehreren Knochen, die der Beweglichkeit des Knochensystems dienen. Sie bestehen aus einander angepassten Knochenenden, deren Oberflächen von einem elastischen Knorpel überzogen sind. Sie werden durch eine bindegewebige Gelenkkapsel sowie ein System aus Bändern zusammengehalten. Die Bewegung der Gelenke erfolgt durch die Muskeln.

Die Knochenenden werden vom Gelenkknorpel umhüllt, der in seiner Konsistenz und Funktion mit einem Autoreifen oder einer Gummibesohlung vergleichbar ist. Er hat die Aufgabe, belastende Druckdifferenzen auszugleichen. Er besteht aus flüssigkeitsreichem Gewebe, das nicht von Blutgefäßen durchzogen ist, sondern nur von Nährstoffen ernährt wird, die aus der umgebenden Flüssigkeit einsickern. Daraus resultiert auch sein besonderes Verhalten bei Alterungs- und Verschleißprozessen (ähnlich wie bei Gummi) und hinsichtlich der Heilungsmöglichkeit von Defekten: Der beim einzelnen Menschen vorhandene Gelenkknorpel ist in seiner anlagemäßigen bzw. ererbten Qualität verschieden und dementsprechend mehr oder weniger verschleißanfällig.

An den Gelenkrändern bilden sich als Reaktion auf den fortschreitenden Arthroseprozess Knochenwülste und Randzacken (Osteophyten). Im fortgeschrittenen Stadium kann es als Folge der Arthrose dann auch zu einer äußerst schmerzhaften Entzündung der inneren Gelenkshaut mit Bildung eines Ergusses und zu Veränderungen des darunter liegenden Knochens kommen.

Wenn der Knorpel an stark belasteten Stellen, wie z.B. im Kniegelenk, abgeschliffen wird, entstehen raue Stellen.
Der Knorpel verliert seine Elastizität.
In der Folge bilden sich Defekte mit Einrissen und weitere Knorpelzerstörungen, bis die Knorpelschicht bis auf den Knochen aufgebraucht ist. Unter diesen Voraussetzungen entsteht Arthrose.

Bei fast 70% der über 65-Jährigen lassen sich im Röntgenbild Zeichen für eine Arthrose feststellen. Allerdings sind die Veränderungen im Röntgenbild nicht alleine aussagekräftig. Bei der Arthrosebehandlung müssen immer auch die Beschwerden des Patienten berücksichtigt werden.

Welche Gelenke können betroffen sein?

Grundsätzlich kann man in allen Synovialgelenken des Körpers eine Arthrose bekommen. Besonders häufig und quälend sind Arthroseprobleme bei den großen Gelenken, wie:

- Kniegelenk- Hüftgelenk- Schultergelenk

Aber auch Arthrosen der kleineren Gelenke können den Alltag sehr erschweren. Betroffen sein können:

- Daumensattelgelenk
- alle anderen Fingergelenke
- Zehengelenke
- Facettengelenke der Wirbelsäule

Und hier kann es ebenso Probleme geben:

- Ellenbogengelenk
- oberes und unteres Sprunggelenk