Gelenkknorpel

Der Bewegungsapparat des Menschen ist aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt. Dazu gehören Knochen, Gelenke, Bänder, Knorpel, Menisken, Schleimbeutel, Muskel und Sehnen.

Das Skelett und seine Verbindungen, die Gelenke, bilden den passiven Teil des Bewegungsapparates. Der aktive Teil besteht aus Muskeln, die über Sehnen an den Knochen befestigt sind.

Die Gelenksverbindungen werden über Bänder zusammengehalten und gefestigt. Die Knochenenden sind für ein besseres Aufeinandergleiten und zum Abfangen von Stößen mit einer glatten, widerstandsfähigen Substanz, dem Knorpel, überzogen.

Der Gelenkknorpel des Erwachsenen besitzt keine Blutversorgung, keinen Lymphfluss und keine Nervenstrukturen. Er besteht aus Zellen und einer wasserhaltigen Matrix, die die mechanischen Eigenschaften des Gewebes vorgibt.

Der Gelenkknorpel ist besonders an den großen Gelenken der unteren Extremität großen Druckbelastungen ausgesetzt. Durch Verletzungen beim Sport oder bei Unfällen kann es zu einer Schädigung des Gelenkknorpels kommen.

Die Heilungs- und Regerationsfähigkeit von Knorpelgewebe ist allerdings sehr schlecht. Ein vorhandener Defekt bleibt bestehen oder weitet sich infolge weiterer mechanischer Belastung mit der Zeit weiter aus kann über kurz oder lang zu Schäden am gesamten Gelenk führen. Die Folge sind starke Schmerzen und eine Verringerung der Mobilität des Gelenks. Im schlimmsten Fall muss das geschädigte Gelenk dann durch eine künstliches Gelenk (sogenannte Endoprothese) ersetzt werden.

Es ist daher wichtig, symptomatische Knorpeldefekte so früh wie möglich zu behandeln.